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Der Spiegel Nr.41 / 07.10.96
Nr.41 / 07.10.96

"DER SPIEGEL"
Nr.41 / 07.10.96
S. 271
Kritik zu "Entsetzlich"

Deutsche Musiker beklagen gern und regelmäßig, Fremde besetzten die Hitparaden und heimische Radiosender ignorierten den Nachwuchs. Der Musiker Mika Kreuder klagt nicht. Er hat gerade unter dem Namen Busch ein Debüt-Album veröffentlicht, das "Entsetzlich" heißt, aber umwerfend gut gelungen ist. "Ich bin auf niemandes Seite. denn niemand ist auf meiner", singt er da, "ich bin auf niemandes Seite, jedenfalls nicht auf deiner." In elf Stücken erzählt der Bursche - untermalt von Gitarre, Baß, Schlagzeug und Streichern - Geschichten über Mädchen und das Leben: "Ist es nicht entsetzlich, wenn man so jung und schon so häßlich ist?" Nun geht der 28jährige Eigenbrötler auf Tournee, um endlich ins Radio und in die Hitparaden zu kommen. Ärgern wird das allenfalls ein paar englische Musiker, die unter dem täuschend ähnlichen Bandnamen Bush bereits tonnenweise Platten verkaufen. Doch gegen Vorwürfe jeglicher Art wehrt sich Kreuder bereits in seinen Texten: "Ich kann tun, was ich will, ich kann gehen, wohin ich mag, dies ist mein Ende."

Der Spiegel



Kritik zum Album "Entsetzlich"