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"the gap" #41 - Österreich
#41 - Österreich

[...] die Art, mit der Kreuder(ja, dieser Mensch verzichtet als Musiker [...] auf seinen Vornamen) in seinen hochintelligenten, lakonischen Texten von einem Leben als Außenseiter, von jugendlichem Aufbegehren und (natürlich) dem Verliebtsein erzählt, der unbekümmert-leicht vorantreibende und trotzdem schwermütige Gitarrensound und sogar das reduzierte Cover-Artwork (mit dem Portrait eines jungen Mannes), all das spricht hier doch irgendwie für sich. [...] Bloß: Kreuder singt auf deutsch. Und wie! "Heute ist nicht dein Tag / und das schon viele Jahre lang. / Und wenn du sagst: Das wird., dann sag auch wann.", "Ich will atmen, nicht nur leben / nicht nur jung und ratlos sein", / "Ich habe ein Gesetz / mir sehr wohl bekannt / verletzt. / Du sollst nicht haben wollen / was du niemals kriegst.", "Angezogen wird nur der / der an die Schwerkraft glaubt." oder "Nicht deine Welt / viel zu laut und viel zu grell, / Du bist erst ein Held / wenn du fällst / das weßt du." Kurzum: Es wird einem aus der Seele gesprochen und zwar mit einer derartigen Dringlichkeit, dass einem die Sonne im Herzen aufgeht. Erbauliche Melancholie erster Güte. (9/10)
Manuel Fraunhofer

The Gap



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